Neustart mit Vorsicht

Termin: 06.10.2021, 15:06 – Uhr

Nach einjähriger, coronabedingter Zwangsunterbrechung fand die Metallsoftware in Oberhausen statt. 18 Aussteller aus der Softwarebranche stellten Ihre Produkte in Oberhausen einem Publikum aus Metallhandwerkern unterschiedlichen Schwerpunktes vor. Der Neustart gestaltete sich komplex, kamen doch zu den Hygiene-Auflagen auch noch ein anderer Standort dazu, weil das bewährte TZU aufgrund eines Wasserschadens nicht zur Verfügung stand.

Neustart mit Vorsicht

Sebastian Stachowiak

Wolfgang Gruber

Peter Rausch

Dennoch kann ein eingeschränkt positives Fazit gezogen werden. Obwohl nur verhältnismäßig wenige Besucherinnen und Besucher den Weg nach Oberhausen fanden, hatten die Anwesenden dennoch einen eindeutigen Bedarf angemeldet. So freute sich Sebastian Stachowiak von 123erfasst über gleich mehrere Gespräche mit potenziellen Kunden. „In der Vertriebssprache reden wir von Opportunities. Ich konnte die Bedarfe der Betriebe abfragen und habe nun die Möglichkeit, passende Angebote zusammenzustellen.“ 123erfasst ist spezialisiert auf Zeiterfassungssysteme für kleinere Handwerksbetriebe.

Ebenso war Wolfgang Gruber von Syscad doch zufrieden mit dem Messetag. „Zwar gab es nur wenige Kundenkontakte, aber die waren gut. Mit der zugehörigen Medienpräsenz hat sich der Tag für uns doch gelohnt.“ Syscad spezialisiert CAD-Systeme auf die Bedarfe von Fenster- und Fassadenbauern. 

Ein durchwachsenes Fazit zieht Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW. „Natürlich hätten wir uns viel mehr Besucher gewünscht, denn Platz wäre da gewesen.“ Woran es lag, darüber kann Lohmann nur spekulieren: „Einerseits haben viele grad genug damit zu tun, die angespannte Material-Situation zu meistern. Da bleibt für Messebesuche keine Zeit. Andererseits ist für viele Betriebe immer noch nicht die Zeit, wieder mit vielen Menschen in einem Raum zu sein.“ Dennoch war eine erneute Verschiebung keine Option. „Als Fachverband ist es besonders in schwierigen Zeiten unsere Aufgabe, den Akteuren im Metallhandwerk die erforderlichen Plattformen zu bieten.“

Vollends zufrieden zeigte sich Peter Rausch, Vertriebspartner von T.A.Project. „Ich habe einen Abschluss gemacht!“ Rausch nutzte den Messetermin, um ERPlus im Detail vorzustellen und er konnte überzeugen. Für ihn ist es wichtig, mit den Handwerkern im direkten Kontakt zu sein, um geeignete Produkte zu finden. Das persönliche Gespräch ist für ihn nach wie vor Mittel der Wahl. T.A.Project entwickelt ERP-Systeme für den Stahl-, Alu-, Fenster- und Fassadenbau.

Nach der Messe ist vor der Messe. In welcher Form es weitergeht, das werden die nächsten Monate zeigen. Denn das letzte Jahr hat gezeigt, dass der Informationsbedarf des Metallhandwerks auch über andere Wege gedeckt werden kann. Dennoch gibt es für die sehr spezielle Nische der Metallhandwerker und deren Softwarebedarf keine bessere Möglichkeit, schnell einen Überblick über den Markt zu bekommen und die unterschiedlichen Angebote direkt vergleichen zu können.

Nur eines ist sicher: „Im CCO werden wir nicht noch mal tagen,“ resümiert Lohmann, „die Parksituation ist unübersichtlich und die auch die Orientierung in der nähren Umgebung fiel Besuchern und Austellern schwer.“

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